Der Sportküstenschifferschein

 

 

Ist einer der amtlichen deutschen Sportschifferscheine und ist abgestimmt auf das Führen von Motoryachten und Yachten unter Segel in Küstengewässern (Meere innerhalb der 12 Seemeilen Zone).
Nach der Änderung der See-Sportbootverordnung (SeeSpbootV) berechtigt der SKS auch für die gewerbliche Fahrt auf Sportbooten in Küstengewässern.

In der Anlage 4 SeeSpbootV ist die Besatzungsvorschrift für den gewerblichen Einsatz geregelt. Gegebenenfalls ist es erforderlich, abhängig von der Fahrtdauer, dass zur Besatzung ein weiteres Mitglied gehört, das mindestens im Besitz des Sportbootführerscheins See ist.
In der Regel genügt für das Chartern einer seegängigen Yacht der Sportbootführerschein See, jedoch bestehen einige Charterfirmen abhängig vom Revier, auf einen Nachweis von Kenntnissen auf Niveau des SKS. Außerdem kann der Befähigungsnachweis unter anderem eine Rolle bei einem Seeunfall und der damit verbundenen Untersuchung durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung und einem etwaigen folgenden gerichtlichen Prozess spielen.


Voraussetzungen und Erwerb
>    Vollendung des 16. Lebensjahres
>    Besitz des Sportbootführerscheins See
>    Nachweis von 300 Seemeilen auf Yachten in Küstengewässern für die praktische Prüfung

 

Prüfungen
    Beim SKS ist der Prüfungsstoff deutlich umfangreicher als beim SBF-See.

 

Theorie

 

Die theoretische Prüfung ist in zwei Teile gegliedert, einen theoretischen Fragenteil und einen Kartenteil,

in dem man umfangreiche Kenntnisse in Navigation anhand einer Seekarte nachweisen muss. Des Weiteren werden Fragen zu Strom und Gezeiten gestellt.

Bei dem Fragenteil sind die Fragen und Musterantworten vorab bekannt, sie sind über das ELWIS abrufbar oder im Handel erhältlich.

Auch der Kartenteil ist bekannt und über ELWIS abrufbar.

Bei Nichterreichen einer bestimmten Mindestpunktzahl kann eine mündliche Nachprüfung folgen.


Teil 1: Fragebogen zu den Themen Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde (90 Minuten)
Teil 2: Komplexe Kartenaufgabe (90 Minuten).
Ggf. ist eine zusätzliche mündliche Nachprüfung erforderlich.


Praxis


In der praktischen Prüfung SKS werden im Gegensatz zum SBF-See umfangreichere Kenntnisse der Führung einer seegängigen Yacht geprüft.

 

Manöver: (Mann über Bord unter Motor und unter Segel),

Knotenkunde,

Kenntnis des Schiffes

u. a.


Zwischen der theoretischen und der praktischen Prüfung dürfen maximal 24 Monate liegen.
Alternativ ist der SKS auch in einer Variante ausschließlich unter Motor ausstellbar. In diesem Falle findet die Prüfung auf einem Motorboot und nicht auf einer Segelyacht statt. Der auf das Segeln bezogene Prüfungsteil entfällt. Die Variante mit Motor und Segel ist jedoch die gebräuchlichere.


Der SKS-Führerschein entspricht dem englischen Fähigkeitsnachweis Yachtmaster Coastal. Allerdings liegen die seemännischen Anforderungen des Yachtmaster Coastal weit über den Anforderungen des SKS.
Internationales Zertifikat

 

Das ICC im SKS
Führer von Sportbooten können mit Hilfe dieses Nachweises ihre Qualifikation im Ausland belegen. Der SKS beinhaltet das International Certificate of Competence gemäß der Resolution Nr. 40 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen.

 

 

 


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