Der Sportbootführerschein See

 

 

Im Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (Seeschifffahrtsstraßen, Drei-Seemeilen-Zone und Fahrwasser innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone) ist der Sportbootführerschein See (SBF See) der amtliche Führerschein zum Führen von motorisierten Booten zu Sport- und Freizeitzwecken und ist beim Führen von Wasserfahrzeugen mit einer Leistung von mehr als 15PS (11,03KW) vorgeschrieben.
Wobei im Gegensatz zur Binnenschifffahrt keine Beschränkung der Rumpflänge des Wasserfahrzeugs besteht. Der Sportbootführerschein See schließt den Sportbootführerschein Binnen nicht ein und setzt dessen Besitz auch nicht voraus.

 

Voraussetzungen für den Erwerb:
>    Vollendung des 16. Lebensjahres
>    Ärztliches Zeugnis (Sehfähigkeit/Allgemeiner Gesundheitszustand)
>    Führungszeugnis „O“ oder ein gültiger Kfz-Führerschein
>    Lichtbild (38 x 45 mm)
>    Bei Minderjährigen: Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten


Prüfungen
>    Theorie:
         Die Aufgaben umfassen: Navigation, Seemannschaft, Kollisionsverhütungsregeln, Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung,

         Wetterkunde, Fahrzeugführung und Umweltschutz.

         Gegliedert ist die theoretische Prüfung in einen theoretischen Fragenteil und einen Kartenteil,

         in welchem man den Umgang mit Seekarten und Grundkenntnisse in Navigation nachweisen muss.

         Die theoretische Prüfung umfasst 15 Fragebögen mit jeweils 7 allgemeinen und 23 spezifischen Fragen,

         von den 30 Fragen müssen mindestens 24 richtig beantwortet werden. Hinzu kommt pro Fragebogen eine Navigationsaufgabe,

         bestehend aus 9 Teilaufgaben, von denen mindestens 7 richtig bearbeitet werden müssen. Die Prüfungsdauer beträgt 60 Minuten.


>    Praxis:
         Die Aufgaben umfassen: Manöver und Knotenkunde

         In der praktischen Prüfung werden Grundkenntnisse im Umgang mit einem Motorboot sowie einige Knoten geprüft.

         Es werden 7 von 9 Knoten abgeprüft wobei zum Bestehen der Prüfung 6 Knoten korrekt vorgeführt werden müssen.

         Es ist nicht erforderlich, die praktische Prüfung auf einer Seeschifffahrtsstraße abzulegen.

         Die regionalen Prüfungsausschüsse (DSV-/DMYV) bieten auch auf Binnengewässern Prüfungsmöglichkeiten für den SBF See an.

 

 


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